SOKEN

Momentaufnahme

Durch die kurzfristige Umstellung des Präsenzunterrichts auf Distance Learning wurde den Lehrkräften bewusst, wie wichtig selbstorganisiertes und kompetenzorientiertes Lernen (kurz: SOKEN) im Alltag der SchülerInnen ist und ebendieses gefördert werden sollte.

Die Digital Mittelschule verfügt einerseits über die räumliche und digitale Ausstattung um SOKEN zu ermöglichen, andererseits werden die Kinder im Schuljahr 2021/22 mit digitalen Endgeräten ausgestattet, die ebenfalls im SOKEN eingesetzt werden können.

 

Ziele
  • Selbstorganisation erlernen und anwenden
  • Förderung des selbstständigen Arbeitens und der Selbstmotivation
  • Aufrechterhalten der kindlichen Neugierde und Aufbau eines gesunden Selbstvertrauens
  • Vertiefung der Lesekompetenz als Basis allen Lernens
  • Festigung und Vertiefung einer Beziehungsebene zu jedem/r Schülerin (L-S-Beziehung)

 

Planung

Inspiriert und angelehnt an das Konzept der „Alemannenschule Wutöschingen“  soll die Zielerreichung durch eine Erweiterung des bisherigen Unterrichtskonzepts der DIGITAL Mittelschule erfolgen. Ein neues Zeitraster ermöglicht das „Aufbrechen“ der 3 Säulen des Unterrichts ORT – TEMPO – METHODE.

Zeitraster

Woche 1 bis 3 als Unterricht im Klassenverband, Woche 4 als SOKEN-Woche

3 Säulen des Unterrichts in der SOKEN-Woche
ORT

Die SchülerInnen dürfen je nach Verhaltensgraduierung selbst wählen wo sie sich aufhalten und wählen zwischen:

  • Lernatelier: Klassenräume der ersten Klassen
  • Marktplatz: Digital Learning LAB – der Marktplatz hat Öffnungszeiten, die erst nach Stundenplanerstellung festgelegt werden. Generell hat der Marktplatz offen, wenn 3 LehrerInnen in den 1.Klassen unterrichten.

 

Klassenrat (jede Woche): Die erste Stunde der Woche (Montag, erste Stunde) ist als Klassenrat geplant. Der Klassenvorstand ist in der Klasse und es wird gemeinsam ein grober Zeitplan mit den SchülerInnen erstellt, an die Marktplatzzeiten erinnert und Allfälliges besprochen.

Kurzbesprechung (SOKEN-Woche Di-Fr): Die ersten rund 10 Minuten der ersten Unterrichtseinheit der anderen Wochentage (Dienstag bis Freitag) sollen zusätzlich gemeinsam im Lernatelier stattfinden. Ein „Abholen“ der SchülerInnen und Sicherstellen der Anwesenheit ist damit gegeben

 

TEMPO

  • Altersgerechte Kompetenzraster (entworfen in den Fachgruppen) mit Zwischenzielen sollen dem Kind visualisieren, welche Ziele durch eigene Zeiteinteilung erreicht werden
  • Das Kind wählt selbst, in welchem Tempo und wann welches Ziel erarbeitet wird
  • Hilfestellung und Unterstützung in Einzelbetreuung

 

Einzelbetreuung: Bestimmte LehrerInnen führen pro Kind je ungefähr 20 Minuten Einzelbetreuung pro SOKEN-Woche durch. Dadurch soll zum einen das selbstorganisierte Lernen begleitet und beobachtet werden, dem Kind aber auch Hilfestellung und Anleitungen zum Selbstorganisieren gegeben werden (Zwischenzielsetzung möglich, vor allem bei unstrukturierter Zeiteinteilung des Kindes). Die Einzelbetreuung wird dokumentiert (vorgefertigte Raster) und ist allen KollegInnen zugänglich.

 

METHODE

Input zum Lehrstoff wird in den drei vorangegangenen Wochen des Regelunterrichts gegeben. Die ersten SOKEN-Wochen des Schuljahres werden zur Wiederholung und Festigung des bereits erworbenen Wissens genutzt. Erst danach wird (nach Evaluierung) in den folgenden SOKEN-Wochen mit einfachem Neuerwerb bis hin zum Selbsterlernen begonnen.

 

AUSNAHMEN in SOKEN-Wochen: Bewegung und Sport sowie Religionsunterricht wird in jeder Woche als Regelunterricht geführt.

 

Einbindung der GTS: Die SchülerInnen der 1. Klasse sind zusammen in einer GLZ-Gruppe. Dadurch kann auch in den täglichen GLZ-Einheiten das SOKEN stattfinden. Zusätzliches Vertiefungsmaterial wird den SchülerInnen für die GLZ zur Verfügung gestellt.

 

MATERIAL: Die Fachgruppen und Klassenlehrer verwenden ein einheitliches Materialnetzwerk, welches noch festgelegt werden muss. Die Kompetenzraster für SchülerInnen und LehrerInnen sollen einheitlich von allen KlassenlehrerInnen verwendet werden.

 

PARTNER: Als Partner kämen die Stadt Graz und die Bildungsdirektion Steiermark in Frage sowie evtl. externe Institutionen.